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Materialauswurf in Biegewerkzeugen: Ausführlicher Leitfaden

Zuletzt aktualisiert:
1. April 2024

Inhaltsverzeichnis

1. Auswurf durch den Typ

Für kastenförmige Teile, bei denen die Biegehöhe weniger als ein Drittel des Stößelhubs beträgt, kann eine durchgehende Auswerferstruktur verwendet werden, solange die Anforderungen an die Ebenheit der Bodenfläche nicht zu hoch sind, wie in Abbildung 3-17 dargestellt.

Abbildung 3-17 Durchgangsschneide- und Biegestempel
Abbildung 3-17: Durchgangsschneid- und Biegestempel

1-Unterer Matrizenschuh 2-Matrizenkissen 3-Patrize 4-Werkstück 5-Patrize 6-Schaft

Das Durchlauf-Auswurf-Biegewerkzeug nutzt die Rückfederung des Materials, um den Auswurf zu erreichen. Der Matrizenhohlraum muss eine gute Steifigkeit aufweisen. Durch das Einsetzen von rechteckigen Streifen unter dem Gesenkhohlraum wird das geformte Werkstück durch die Lücken zwischen den Streifen ausgestoßen. Alternativ kann der untere Matrizenboden perforiert werden, um den direkten Auswurf des Materials zu ermöglichen.

Auswurf durch den Typ Biegestempel sind sehr effizient und erleichtern die Automatisierung, eignen sich aber nicht für Werkstücke, die eine hohe Ebenheit der Unterseite erfordern oder bei denen Biegemarken nicht zulässig sind.

2. Auswurf des Abstreifhakens

Durch Ausnutzung des Unterschieds zwischen der Wandstärke vor und nach der Umformung kann ein Abstreifhaken in der Matrize angebracht werden, um das Werkstück aus dem Stempel zu lösen. Diese Auswerfmethode sollte in Verbindung mit einer Abstreiferplatte verwendet werden.
Diese Methode eignet sich für kleine Teile und Werkstücke mit flachen Biegungen.

3. Push-out-Auswurf

Die Abstreiferplatte ist so geformt, dass sie an die Auswerferstirnfläche des Werkstücks angepasst ist, und befindet sich am Boden der Matrizenöffnung. Sie wird durch Federn, elastisches Gummi oder den Rückhub des Pressenstößels angetrieben. Diese Methode wird hauptsächlich für Biegewerkzeuge von U-förmigen Teilen verwendet.

4. Axialer Auswurf

Dies eignet sich für Werkstücke mit einer geraden Mittelachse, wie z. B. geschlossene oder offene Schleifen, jedoch nicht für solche mit einer gekrümmten Mittelachse, wie z. B. Schwanenhalsausgüsse aus rostfreiem Stahl oder Krümmer. Die Form kann manuell entformt oder durch eine angebrachte schräge Platte und Rollen angetrieben werden.

Unter der Wirkung der Federn senkt sich der Stempel und der Abstreifring zieht sich zurück. Wenn der Stempel zurückkehrt, treiben die Rollen den Abstreifring nach vorne und drücken das Werkstück vom Stempel weg.

5. Auswurf der Knockout-Stange

Diese Methode eignet sich für Werkstücke mit einer großen Oberfläche und einer großen Biegetiefe. Die vom Stempel angetriebene Ausschlagstange stößt das Werkstück beim Anheben des Stempels mit Hilfe einer Ausschlagplatte aus der Matrize. Der Aufbau und die Anordnung der Matrize sind die gleichen wie bei einer umgekehrten Auswerfermatrize.

6. Pin-Auswurf

Diese Ausstoßmethode funktioniert in Verbindung mit einer Abstreifplatte und ist ideal für Teile mit einer großen Bodenfläche und hohen Ebenheitsanforderungen. Die Stifte werden durch starke Federn gestützt. Sobald der Druck der oberen Matrize nachlässt, stellen sich die Stifte unter der Federkraft zurück und schieben das Werkstück von der Stempelmatrize, wie in Abbildung 3-18 dargestellt.

Abbildung 3-18 Auslösemechanismus für den Auswerferstift
Abbildung 3-18: Auslösemechanismus für den Auswerferstift

7. Auswurf des Hebehakens

Das Auswerfen mit dem Hubhaken ist eine erzwungene Auswurfmethode, die sich für Werkstücke eignet, die nach dem Biegen eine relativ hohe Auswurfkraft erfordern. Abbildung 3-19 zeigt eine Biegematrize für den Bremskabelschlitz eines Motorradgabelmodells. Wenn sich die obere Matrize nach unten bewegt, drückt der feste Hubhaken den aktiven Hubhaken, um die Blattfeder nach innen zu drücken.

Abbildung 3-19 Entformung mit Auswerfhaken
Abbildung 3-19: Entformung mit Auswerfhaken

1-Feststehender Hubhaken 2-Oberer Matrizenhalter 3-Stempel 4-Werkstück 5-Abstreiferblock 6-Matrize 7-Blattfeder 8-Feststellschraube 9-Beweglicher Hubhaken 10-Stanzblock 11-Unterer Matrizenhalter 12-Verbindungsstift 13-Rückstellfeder 14-Hubplatte

In der Anfangsphase des Aufstiegs der oberen Matrize greifen der feste und der aktive Hebehaken ein und heben das Werkstück durch die Hebeplatte und den Abstreiferblock aus der unteren Matrize. Anschließend werden sie durch die Wechselwirkung zwischen dem Abstreiferblock und dem Vorsprung am aktiven Hebehaken gelöst, so dass die Hebeplatte unter der Kraft der Feder zurückgesetzt werden kann.

8. Bandauswurf

Wenn die Stempelmatrize zu schmal ist, um Federn zu installieren, kann ein Bandauswerfer verwendet werden, um das Teil aus der Stempelmatrize zu drücken. Nachdem das Teil abgetrennt wurde, zieht sich das Auswerferband unter der Wirkung der Feder zurück, wie in Abbildung 3-20 dargestellt.

Abbildung 3-20 Montage des Abstreifrings
Abbildung 3-20: Montage des Abstreifrings

1 - Werkstück 2 - Stempel 3 - Halterung 4 - Stift 5 - Sicherungsring Stift 6 - Feder 7 - Abstreifring 8 - Handgriff

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